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Das Kochen und die Ernährung nach den Fünf Elementen folgt einer bestimmten Systematik, gibt uns aber damit auch alle Freiheiten, genau die Lebensmittel zu verwenden, die in unseren Breiten jeweils Saison haben, und zu essen, was uns schmeckt.

Es geht um die energetische Balance und das Stärken unserer Mitte. Dabei berücksichtigen wir die Tatsache, das alles immer im Wandel ist – das gilt für uns selbst, für unsere Umgebung und ebenso für die Lebensmittel, die uns Energie spenden sollen. Eine unreife Birne beispielsweise hat wenig Qi zu bieten und wird dem Holzelement zugeordnet. Am meisten Lebensenergie spendet sie im vollreifen Zustand. Sie ist erst sauer und wird bis zur Ernte süß. Als vollreife Frucht gehört sie ins Element Erde. Ihre Wirkung wird noch einmal durch die Art der Zubereitung verändert. Kommt sie beispielsweise klein geschnitten und gedünstet, mit Zimt und Kardamom auf den Tisch, wird sie bekömmlicher.

Auf diese Weise sind die Fünf Elemente im Werden, Wachsen und Vergehen – im Wandel – aufeinander bezogen.

Kräuter Herbst

BALANCE IM WANDEL

Die Qualität der Lebensmittel verändert sich mit den Bedingungen unter denen sie werden und wachsen, mit dem Reifegrad, mit der Zeit, die nach der Ernte verstrichen ist und mit der Art ihrer Zubereitung.

Die meiste Lebensenergie (Qi) bieten uns also Nahrungsmittel, die reif geerntet wurden und kurz danach in unserer Küche landen, nachdem sie langsam und möglichst ohne Giftstoffe gewachsen sind. Das heißt, wir essen regionale Produkte der Saison, die möglichst natürlich erzeugt wurden. Eine vollständige Mahlzeit sollte alle fünf Elemente enthalten – je nach Jahreszeit unterschiedlich gewichtet, wärmend, erfrischend oder kühlend. Und wir sollten sie mit allen Sinnen und großem Genuss zu uns nehmen – so oft uns dies möglich ist, weil auch das die Bekömmlichkeit fördert.