Ein Kind hat andere Bedürfnisse als eine Frau in den Wechseljahren, ein Greis ist in einer anderen energetischen Phase als eine Schwangere. Nach dem Verständnis der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist Krankheit ein Ungleichgewicht von Yin und Yang. Mit dem, was wir essen, können wir dieses Gleichgewicht beeinflussen. Es hängt von der persönlichen Konstitution jedes Einzelnen ab, wie diese Balance aussieht: ein Teil ist das Erbe unserer Eltern, weitere Teile werden durch unsere Lebensumstände und die eigene Geschichte bestimmt. An unserer Grundkonstitution, dem Geburts-Qi, können wir wenig ändern, aber schon mit dem ersten Atemzug und der ersten Muttermilch nehmen wir neues Qi auf und können unsere Grundkonstitution kräftigen und ihr eine bereichernde Richtung geben.

Jedes Nahrungsmittel, das wir zu uns nehmen, bereichert uns mit seiner Energie, mit der wir unsere eigene Lebensenergie (das Qi) beeinflussen können. Einzelne Lebensmittel werden mit vielfältigen Bezügen wie Organen, Jahreszeiten und Geschmacksrichtung den Fünf Elementen zugeordnet.

WandlungsphaseHolzFeuerErdeMetallWasser
JahreszeitFrühlingSommerSpätsommerHerbstWinter
Farbegrünrotgelbweißschwarz
Geschmacksauerbittersüßscharfsalzig
KlimaWindHitzeFeuchtigkeitTrockenheitKälte
EmotionÄrgerFreudeMitgefühlTrauerAngst
OrganbezugLeberHerzMilz/BauchspeicheldrüseLungeNiere
TageszeitMorgenMittagNachmittagAbendNacht